THERAPIE DURCH EMOTIONALE UMKEHR - DIE UMGEKEHRTE THERAPIE

BESCHREIBUNG DER THERAPIEMETHODE siehe unten. 

AUSBILDUNGSPROGRAMM FÜR THERAPEUTEN ab 8. März 2018 in Neuhof-Rommerz (Nähe FULDA) 
Teilnahmegebühr: 130/Tag

DATEN und andere INFORMATIONEN:

Die Ausbildung umfasst 17 Tage.
Die Anmeldung ist verbindlich für die gesamte Ausbildung
Anmeldeformular bitte bei Werner Hanne anfordern: werner.hanne@t-online.de 

TEIL 1: 8.-11. März 2018

TEIL 2: 19.-21. April 2018

Konfrontation mit dem eigenen Verhaltensmuster (3 Tage Therapie) und Hospitation (3 Tage)
Die Teilnahme an 2 der 3 möglichen folgenden Termine ist erforderlich: 
     22.-24. April 2018
     07.-09. Juni 2018
     10.-12. Juni 2018 

TEIL 3: 5.-8. Juli 2018

Bei der FORTSETZUNG DIESER AUSBILDUNG (5 TAGE) vom 23.-27 August 2018
werden den Teilnehmern zusätliche therapeutische Werkzeuge zur Verfügung gestellt (vormittags) und sie haben die Möglichkeit, unter Supervision das Gelernte in kleinen Gruppen anzuwenden (nachmittags).
 

Die "Umgekehrte Therapie".

Die Therapie durch Emotionale Umkehr (nach Dr. Jean Lerminiaux).

Wie es die heutigen großen Autoren zeigen, wurzelt das Problem eines Patienten notgedrungen in seiner „Art und Weise, im Leben zu stehen“.

Was versteht man unter der „Art und Weise, im Leben zu stehen“? Es ist das, was es uns ermöglicht, eine Person wiederzuerkennen, sogar von weitem, an ihrem Gang, ihrer Art zu essen, sich anzuziehen, zu sprechen…

Wenn der Patient sich diese sehr persönliche „Art und Weise, im Leben zu stehen“, angeeignet hat, dann deshalb, weil es dieses Verhalten ist (unter vielen anderen, die er als Kind erprobt hat), das ihm am ehesten Zuwendung eingebracht hat.

Es ist ein biologisches Bedürfnis des Neugeborenen und des kleinen Kindes, dass seine Eltern, zunächst besonders die Mutter, sich um es kümmern, damit es überlebt. Die Lösung, die ihm Zuwendung, ja dieses physische Wohlsein, das Vergnügen, so zu überleben, gebracht hat, wird festgehalten. Und von da an wird derjenige sich immer auf diese Art und Weise verhalten, jedes Mal wenn er Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen möchte.

Dieses anfängliche Verhalten wird ständig wiederholt und es wird zu der ganz eigenen Art, im Leben zu stehen. Es wird zu einem unveränderlichen Verhaltensmuster, das natürlich dann auch die Grundlage für die Art der Überreaktion in einer Stresssituation bildet, in der eine körperliche Krankheit ausgelöst wird.

Es wird dann zum Problem, wenn die aktuellen Lebensbedingungen, denen man als Erwachsener begegnet, nichts mehr gemein haben mit denen der Kindheit. In diesem Moment ist diese „Art und Weise, im Leben zu stehen“, unangepasst und bringt große physische oder psychische Probleme mit sich, die dann die Therapie erforderlich machen. Die Therapie ist also eine Arbeit an diesem persönlichen unveränderlichen Verhaltensmuster.

Unveränderlich heißt aber nicht unveränderbar.

Wenn jemand zur Therapie kommt, dann tut er das, weil er etwas an seinem Verhalten ändern will, da er die negativen Konsequenzen (z. B. Krankheit, Probleme im Beruf oder in der Partnerschaft) als unangenehm empfindet. Wenn er trotz dieser Unannehmlichkeiten, die ihm sehr wohl bewusst sind, dieses Verhalten weiterhin an den Tag legt, heißt das, dass es einfach stärker ist als er, dass er damit ein Vergnügen verknüpft, zumindest das Vergnügen, sich auf diese Art und Weise aus der Affäre gezogen zu haben, d. h. überlebt zu haben. Hier haben wir das grundlegende biologische Vergnügen, dass die Motivation sichert, überhaupt weiterzuleben.

Es gibt noch eine weitere Ebene des Vergnügens. Die Säugetiere besitzen die Fähigkeit, sich ein mentales Bild zu machen. Sie können sich ein Bild dessen machen, was sie erleben. Die Erlebnisse werden mit den dazu gehörigen Emotionen in Bildern abgespeichert. Das Individuum weiß somit, was es in Zukunft tun muss, um z. B. Zuwendung zu bekommen. Das daran gekoppelte Vergnügen ist der Motor, dieses Verhalten immer wieder an den Tag zu legen.

Um sich dessen überhaupt bewusst werden zu können, muss der Patient diese seine Bilder so verformen, dass sie sozial überhaupt annehmbar sind.  So wird z. B. der Wunsch, die Kinder los zu sein, in eine ungeheure Angst, dass den Kindern etwas passiert, umgewandelt. Hierzu muss er dieses Vergnügen (diesen Traum) ins Unterbewusstsein abschieben, besonders dann, wenn seine Wünsche und Träume in den Augen der Gesellschaft inakzeptabel sind.

In der Therapie wird es ihm ermöglicht, diese Träume und Vergnügen als eine notwendige Konstruktion anzunehmen und er kann ein anderes Bild mit einem anderen neuen Vergnügen aufbauen.

Wie schaffen wir die emotionale Umkehr beim Patienten? 
Manchmal erweisen sich Patienten aber als äußerst „therapieresistent“. In dem Fall beobachten wir große Erfolge mit einer  Methode, die in dieser Art und Weise von Dr. Jean Lerminiaux (Neuropsychiater) ausgearbeitet wurde:

Die Umkehr der Emotion durch den tonisch-emotionalen Dialog mit dem Patienten.

In der therapeutischen Sitzung fühlen wir uns in den Patienten hinein (Empathie), mehr noch : Wir fühlen und vibrieren mit ihm (Syntonie).

Dies führt zunächst dazu, dass er sich endlich verstanden fühlt, er fühlt sich akzeptiert und ermutigt, weiter das auszudrücken, was er in seinem Innersten lebt. Er wird mit seiner inneren „Wahrheit“ konfrontiert.

Dieser emotionale Dialog ermöglicht uns, ihn jeder Zeit führen zu können und zu spüren, was unsere Worte bei ihm auslösen. Als Therapeut folgt man dem Patienten, man lässt sich von ihm in seine inneren Abgründe führen, ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren. Dann geht es darum, die vorhandene Emotion so zu verstärken, gleichzeitig das Vergnügen, das er damit verbindet, aufzuzeigen und spüren zu lassen. Das Verhalten, die Emotion wird ins Unerträgliche gesteigert, indem man z. B. die Apokalypse beschreibt, die unweigerlich auf den Patienten zukommt, wenn er dieses Verhalten beibehält. Dann kann er nicht anders als zu bremsen. Das Gefühl schlägt in dem Moment um, wo der Patient erkennt, dass es für ihn zu gefährlich ist, in diesem Verhaltensmuster zu bleiben. Der emotionale Umschwung ist somit eingeläutet. Diesen Punkt, wo der Patient „kippt“, darf man als Therapeut nicht verpassen, dann muss der Druck nachlassen.

Zusammenfassung: Die 9 Etappen des psychotherapeutischen Eingriffs.

  1. Das unveränderliche Verhaltensmuster beobachten und dem Patienten klarmachen, dass er es hunderte Male am Tag in Szene setzt. Das ist verrückt!
  2. Spüren lassen, dass es stärker ist als er. Auch wenn er will, kann er doch nicht anders. Der Patient zählt auf, was er schon alles versucht hat...
  3. Sein Vergnügen dabei entdecken und es den Patienten spüren lassen.
  4. Ihn die logischen Ursprünge seines Verhaltens fühlen lassen: seine Kindheit, die Prägung während der Schwangerschaft, die Erlebnisse der Vorfahren...
  5. Aufzeigen, wie gehorsam und treu er ist, aber auch wie dumm!
  6. Das sichtbare „Umkippen“, die Umkehr vor der Apokalypse: Hier, ganz präzise, ändert der Therapeut seine Haltung. Nicht mehr weiter  drücken, da der Patient sonst wieder gegensteuert. Er hat verstanden.
  7. Der Zweifel. Die Wette gilt. „Sie werden es nicht schaffen.“ Und er beteuert „doch“. So gibt man ihm die Wahl!
  8. Das Zerschlagen aller Gegenargumente, aller Ausreden.
  9. Die Wegzehrung. Der Patient kennt nun sein Verhaltens- und Denkmuster. Er spürt sofort, wenn er wieder in Versuchung kommt, in sein altes Verhalten zurückzufallen. Das hilft ihm, ganz bewusst anders zu handeln.
 

 

Die "Umgekehrte Therapie" -
Therapie durch Emotionale Umkehr

Den Patienten im tonisch-emotionalen Dialog soweit in sein Verhaltensmuster hineindrücken bis es ihm unerträglich wird, damit er endlich eine freie Wahl treffen kann.

mit Angela Frauenkron-Hoffmann, Iris Detterbeck und Josiane Wagner-Prim

Jeder Teilnehmer wird durch praktische Übungen und Rollenspiele seine Beobachtung schulen und den therapeutischen Eingriff trainieren.
Die Übungen werden größten Teils in Gruppen zu dritt ausgeführt (Patient, Therapeut und Beobachter).    
Eine Kamera kommt zum Einsatz, so dass manche Sequenzen im Detail analysiert werden können.
Nach jeder Übung wird der emotionale therapeutische Prozess aufgezeigt und theoretisches Hintergrundwissen vermittelt.

Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit, an einem Atelier teilzunehmen und dort mit der Supervision als Sicherheit in konkreter therapeutischer Situation zu arbeiten.


Inhalte und Aufbau der praktischen Ausbildung

TEIL 1 (4 TAGE): LESEN DER ZEICHEN DES KÖRPERLICHEN UNBEWUSSTEN AUSDRUCKS

 * Die körperlichen Anzeichen des Patienten lesen, nicht nur in seiner Gestik sondern auch in seiner Physiologie.

 * Die Art und Weise des Patienten ablesen, im Leben zu stehen.

 * Feststellen, was der Patient beim Therapeuten auslöst und wie er es macht.

 * Den Widerspruch zwischen der verbalen Aussage (Klage) des Patienten und dem, was er körperlich zeigt, aufdecken.

 * Erkennen, welchen Sinn der Patient seinem Leben gibt.

 

TEIL 2 (3 TAGE): DIE SYNTONIE DES THERAPEUTEN MIT SEINEM PATIENTEN

 * Als Therapeut die Emotion des Patienten in sich eindringen lassen, wann man es möchte.

 * Sich ein mentales Bild zu diesem Gefühl (des Patienten) machen.

 * Die nötige Distanz einnehmen, um helfen zu können.

 * Willentlich in die körperliche, verbale und emotionale Syntonie mit dem Patienten gehen und wieder jederzeit aussteigen.

 * Aufdecken, wie der Patient in der therapeutischen Situation sein Verhaltensmuster zeigt.

 

DANN 6 TAGE: KONFRONTATION MIT DEM EIGENEN VERHALTENSMUSTER: ANALYSE UND THERAPEUTISCHE ARBEIT MIT JEDEM TEILNEHMER, BEARBEITUNG DER MECHANISMEN, DIE IHN IN DER ARBEIT ALS THERAPEUT BLOCKIEREN

 * Die Ausbildung beinhaltet eine persönliche, tiefgreifende Arbeit an sich selbst, die es den Teilnehmern erlaubt, ihre eventuellen Blockaden, die während der praktischen Übungen (Simulation der therapeutischen Situation) zu Tage treten, zu beheben. 3 Tage Konfrontation (Therapie) und 3 Tage Hospitation.

 

TEIL 3 (4 TAGE): DIE EIGENTLICHE THERAPEUTISCHE INTERVENTION (MANIPULATION)

 * Mit verschiedenen Emotionen umgehen.

 * Jederzeit die Entwicklung der therapeutischen Sitzung und die Reaktionen des Patienten auf die Interventionen (des Therapeuten) beobachten.

 * Den Fall des emotionalen Widerstandes provozieren, um dem Patienten eine neue Lebensentscheidung zu ermöglichen.

 * Das Einbrechen der einengenden Glaubensätze provozieren: die Umkehr zur Heilung.

 * Den Patienten akzeptieren lassen, endlich zu leben.

 * Den Patienten bei seinen ersten Schritten in eine neue Lebensweise begleiten.